Savoir vivre

Liebe Frau Freitag. Seit ich 6 Jahre alt war, hat meine Mutter Krebs. Ich habe stets alles mitbekommen – das Erbrechen, die Ohnmachten. Ich habe damals nichts verstanden, aber ein undefinierbares schlechtes Gewissen entwickelt, das mich stets plagt. Vor jeder OP, die sie heute noch hat, habe ich das Gefühl, zusammenzubrechen. Über die Jahre ist mir die Unbeschwertheit abhanden gekommen und mein Vertrauen in mich selber ist geschrumpft. Ich bin blockiert und weiss nicht weiter. Weisst du Rat? Sonja, 32

14. Mai 2017
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Liebe Sonja

Wenn ich mir vorstelle, was Sie als Kind alles erlebt haben, tut mir das furchtbar leid. Es muss unglaublich schwierig für Sie gewesen sein, mit all diesen Ängsten und den bedrohlichen Umständen umzugehen. Schliesslich sind die Eltern das Wichtigste für ein Kind in diesem Alter und da ist eine kranke Mutter sehr schwer zu verkraften. Irgendwie wird man dadurch auch um die Unschuld der Kindheit beraubt, schliesslich ist alles Unbeschwerte auf einmal weg. Für immer. Darum haben Sie sie auch heute nicht in Ihrem Leben. Das ist nur logisch. 

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Hoi Kafi. Ist man moralisch verpflichtet eine Affäre zu beenden, wenn man merkt, dass der/die Andere sich Hoffnungen auf mehr macht, obwohl man von Anfang an ehrlich war und klar kommuniziert hat, dass für alle Zeiten nie mehr möglich sein wird? Gruess Röbi, 32

25. Februar 2016
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Lieber Röbi

Fragen Sie mich hier, ob Sie noch ein paar Mal vögeln sollen, bevor Sie reinen Tisch machen müssen oder ob Sie es von Zeit zu Zeit klar ansprechen sollten? Was denken Sie, sind Sie einer Sexpartnerin schuldig, lieber Röbi? Und wie möchten Sie an deren Stelle behandelt werden? Reicht es, wenn man es Anfangs klar gesagt hat, oder ist man auch für den emotionalen Verlauf einer Affäre mitverantwortlich? Hört die Verbindlichkeit bei der Peniswurzel auf oder fängt sie dort erst richtig an?

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