Kinder

Liebe Frau Freitag. Seit ich 6 Jahre alt war, hat meine Mutter Krebs. Ich habe stets alles mitbekommen – das Erbrechen, die Ohnmachten. Ich habe damals nichts verstanden, aber ein undefinierbares schlechtes Gewissen entwickelt, das mich stets plagt. Vor jeder OP, die sie heute noch hat, habe ich das Gefühl, zusammenzubrechen. Über die Jahre ist mir die Unbeschwertheit abhanden gekommen und mein Vertrauen in mich selber ist geschrumpft. Ich bin blockiert und weiss nicht weiter. Weisst du Rat? Sonja, 32

14. Mai 2017
0 comments

Liebe Sonja

Wenn ich mir vorstelle, was Sie als Kind alles erlebt haben, tut mir das furchtbar leid. Es muss unglaublich schwierig für Sie gewesen sein, mit all diesen Ängsten und den bedrohlichen Umständen umzugehen. Schliesslich sind die Eltern das Wichtigste für ein Kind in diesem Alter und da ist eine kranke Mutter sehr schwer zu verkraften. Irgendwie wird man dadurch auch um die Unschuld der Kindheit beraubt, schliesslich ist alles Unbeschwerte auf einmal weg. Für immer. Darum haben Sie sie auch heute nicht in Ihrem Leben. Das ist nur logisch. 

lesen

Liebe Frau Freitag Was halten Sie von Homöopathie? Viele Mütter in meinem Umfeld schwören darauf und ich fühle mich schon fast als Rabenmutter, weil mein Kind auch schon Algifor oder einen Hustensaft aus der Apotheke gekriegt hat. Vielen Dank für Ihre Antwort Annika, 36

14. Mai 2017
0 comments

Liebe Annika

Ich werde Ihnen nicht sagen, was ich von Homöopathie halte, weil das hier absolut keine Rolle spielt. Bei Ihrer Frage geht es um was ganz anderes. Nämlich darum, dass man als Eltern immer wieder Entscheidungen treffen muss, welche die Kinder betreffen. Die zwischen Algifor und Kügeli ist eine der kleineren, da werden noch ganz andere auf Sie zukommen, liebe Annika. 

lesen