Liebe Frau Freitag, ihre Ratschläge gefallen mir wirklich sehr gut, obwohl ich als erstes eher das gute im Menschen versuche zu sehen oder zu finden. Leider fliege ich dabei manchmal auf meine Nase und das bekommt mir nicht immer gut. Kürzlich eines Nachts träumte ich etwas Seltsames. Leider, muss zugeben, habe ich nun ein wenig Angst, dass, sollte ich nochmals davon träumen, die Geschichte furchtbar enden könnte. Ich träumte von einem Bienenstaat und in der Hauptrolle sah ich eine Bienen-Kinderbetreuerin. Ihr Job war die Aufsicht der frisch geschlüpften Bienenkinder. Dieser Biene fiel auf, dass in letzter Zeit sehr viele Bienenlarven verkümmerten. Weil in diesem Bienenstaat das Facebook verbreitet war, konnte sie mühelos andere Bienen kontaktieren. Sie erkannten alle bald, dass leider der Bienenstaat sich nicht nur auf das Honigsammeln beschränkt hatte, sondern viel lieber Gelbgold sammelte. Der süsse Honig reichte deshalb nicht mehr für die Fütterung aller Larven. Deshalb verlangten sie einen Besprechungstermin bei der Königin. Nachdem die Bienen ihre Bedenken ausgesprochen und die Beweise vorgelegt hatten, mussten sie leider feststellen, dass die Königin und ihre Regierungsgenossen das Anliegen als unwichtig taxierte. Schlimmer noch, sie erklärte den Bienen, dass das Goldsammeln noch weitere 3 Jahre budgetiert und eine andere Lösung nicht in Betracht zu ziehen sei. Auf die Frage, wozu denn das viele Gold diene, erhielten sie von der Regierung nicht mal eine Antwort. Traurig und mit hängenden Köpfen zogen sie ab und flogen zurück zu ihrem jeweiligen Arbeitsort. Leider endete der Traum hier. Wie sehen Sie das, Frau Freitag? Haben die Bienenlarven in der Fortsetzung des Traums überhaupt eine Chance? Liebe Grüsse und herzlichen Dank im Voraus, Salome, 47

22. März 2012

Liebe Salome

Besten Dank für Ihre schöne Bienenstock-Frage, diese gefällt mir wirklich sehr gut, obwohl ich sonst ja eher auf originelle und verklausulisierte Fragen stehe. Das wichtigste scheint mir, dass Sie das Auto regelmässig in die Inspektion bringen, weil sonst die Sicherheit im Verkehr nicht gewährleistet ist und Sie unter Umständen den TCS (in Deutschland als ADAC, in Österreich als ÖAMTC bekannt) rufen, und das Fahrzeug abschleppen lassen müssen, was dann horrende Folgekosten generiert, speziell wenn Sie keine Mitgliedschaft beim TCS haben und darüber hinaus ein Mietauto brauchen, für die Dauer der Instandsetzung des defekten Wagens. Darum würde ich Ihnen auf jeden Fall zu einer Mitgliedschaft für Chf 85.– pro Jahr raten, welche auf den ersten Blick vielleicht teuer scheinen mag, welche aber bereits nach einem einzigen Batterie-Aufladen amortisiert ist. Ein zusätzlicher ETI-Schutzbrief macht immer dann Sinn, wenn Sie auch Reisen ins Ausland unternehmen, und wenn ich richtig informiert bin, dann deckt dieser auch die Rückführung ins Heimatland ab, falls Sie im Ausland das Bein brechen sollten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, die aktuellen AGB’s zu lesen, weil ich diese jetzt nicht mehr so richtig im Kopf habe. Bei Sars werden Sie nicht befördert, daran erinnere ich mich ganz sicher, aber ich habe jetzt schon länger nichts mehr von der hochansteckenden Lungenkrankheit gehört und ich denke, man darf diese zum aktuellen Zeitpunkt getrost vernachlässigen. Im Winter rate ich generell zu einer Scheibenputzflüssigkeit mit Frostschutz, weil die Düsen bei tiefen Temperaturen einfrieren können und die Scheiben dann heftig versaut vereisen, was den Wagen ebenfalls unbrauchbar macht. Da hilft dann auch eine volle Batterie nichts, wenn Sie nicht raus sehen, aus der Frontscheibe. Darum würde ich immer mit Frostschutz angereicherte Scheibenputzflüssigkeit bevorzugen. Selbst im Sommer. Man weiss ja nie. In diesem Zusammenhang muss ich ebenfalls an den in unseren Breitengraden sträflich unterschätzen Gefrierbrand denken, der sich über das im Tiefkühlfach gelagerte Fleisch her macht und dieses höchst unappetitlich aussehen lässt und auch hier rate ich jeweils zur teureren Variante der Tiefkühlbeutel, welche die Gefahr von Gefrierband zu bannen vermögen. Diese finden Sie im gut sortierten Detailhandel in diversen Varianten (mit und ohne wiederverschliessbaren Zipverschluss. Ich persönliche bevorzuge ja die Variante ohne wiederverschliessbaren Zipverschluss, weil Sie mich davor schützt, den Beutel mehrfach zu verwenden, was der Hygiene entgegenkommt, die gerade bei rohem Fleisch unverzichtbar ist. Obwohl es ja durchaus auch rohes Fleisch gibt, welches gut verträglich und als “Tatar” bekannt ist (viele Menschen sagen ja “TaRtar, mit einem ‘R’ nach dem ersten a, aber das ist eine weitverbreitete Unart, weil es richtigerweise ohne ‘R’ einfach “Tatar” heisst und TaRtar etwas vollkommen anderes ist, auf welches ich hier aber nicht eingehen möchte, weil es meiner Meinung nach nicht hier hergehört), und welches ich sehr gerne esse, gerade wenn mein Ferritin-Wert wieder einmal verdächtig tief ist (das heisst <84) und ich einen unheimlichen Heisshunger auf rohes Fleisch entwickle) achten Sie darum bitte immer auf den Aufdruck “schützt vor Gefrierbrand”!

Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte und grüsse Sie ganz herzlich. Ihre Kafi.

Eine Antwort auf Liebe Frau Freitag, ihre Ratschläge gefallen mir wirklich sehr gut, obwohl ich als erstes eher das gute im Menschen versuche [...] Haben die Bienenlarven in der Fortsetzung des Traums überhaupt eine Chance? Liebe Grüsse und herzlichen Dank im Voraus, Salome, 47

  1. Lukas sagt:

    Ich bin ja sonst nicht so pingelig, aber….

    …Tartar (das rohe Fleisch) kann man durchaus auch mit einem r nach dem ersten a schreiben, früher war das sogar üblich. Das Wort ist nämlich vom Griechischen, “tartaros” war ein Gott der Unterwelt, abgeleitet. Im Englischen und Französischen ist dies noch weiterhin ersichtlich, da spricht und schreibt man immer noch von beef tartare. Und tatar als die eingedeutschte Schreibweise zu bezeichnen (oder auf eine etwas längliche Ausführung zur im Deutschen oft vorkommenden und – v.a. im umgangssprachlichen Gebrauch – wörterzersetzenden phonetischen Ellipse auszuweichen) wäre etwas faul (obwohl die Ausführungen zur phonetischen Ellipse einer gewissen Anstrengung bedürften und durchaus spannend, aber eben doch nicht wirklich zielführend und daher ebenfalls fehl am Platz wären). Da müsste man schon das korrekte deutsche Wort benutzen, welches Schabefleisch ist (wobei ich alle Bedenken bezüglich der Verwendung dieses Wortes beanstandungslos anerkenne und teile).

    Nichts zu danken!

    LGL

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