Monatsarchive: Januar 2016

Hallo liebe Kafi! Ich hoffe, dass du einen deiner offenen und ehrlichen Ratschläge für mich auf Lager hast. Ich schiebe alles solange auf wie es nur irgendwie geht (Masterarbeit schreiben, Wäsche waschen, Ferien buchen etc.), und dann bekomme ich gegen Schluss immer einen Riesenstress. Und ärgere mich zusätzlich über mich selbst, da dieser Stress vermeidbar gewesen wäre. Meistens kriege ich es noch hin, aber ich bin durch dieses Aufschieben schon mehrmals böse auf die Nase gefallen. Trotzdem prokrastiniere ich beim nächsten Mal wieder fröhlich drauf los! Ich verstehe mich nicht - wieso stresse ich mich selbst so, obwohl es auch anders gehen würde? Ich habe schon viel versucht, falle aber immer wieder in das alte Muster zurück. Hast du einen Rat, wie ich das ändern kann? Herzlichen Dank! Liebe Grüsse, Maria, 27

20. Januar 2016
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Liebe Maria

Wenn ich Ihre Frage lese, habe ich das Gefühl, ich hätte sie selber geschrieben. Ich mache es nämlich genau so. Immer alles auf den letzten Drücker. Ich kann für eine Aufgabe wochenlang Zeit haben, in der Regel nehme ich sie erst in Angriff, wenn ich wirklich nicht mehr anders kann. Das gilt für praktisch alles. Ich kann einfach nicht auf Vorrat arbeiten. Wenn ich mir morgen aus Versehen die Hände abhacken würde, dann wäre dies hier die letzte Kolumne gewesen, die ich jemals geschrieben habe, weil ich auch nicht nur eine einzige auf Vorrat habe.

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