Jahr-Archiv: 2015

Liebe Kafi, Immer wenn ich durch die Langstrasse (und Umgebung) spaziere, und zufällig an dir vorbei laufe, komme ich immer wider auf die Idee dir endlich eine Frage zu stellen (soll ich dich das nächste mal einfach anhauen?)! Nun, ich habe einen Freund, und Freundinnen (wie das nunmal so ist). Eigentlich hatten wir uns die lieben Männer abgeschworen, da wir ständig nur enttäuscht wurden (jedoch hat sich heimlich jede von uns die grosse Liebe erhofft) und nur schon deshalb hatte ich diesmal ein kleines schlechtes Gewissen, als es bei mir vor 7 Monaten klappte, ich auf Wolke 7 schwebte und bis jetzt immer noch alles ''wie am Schnürli'' läuft! Natürlich geht bei meinen Freundinnen das Party leben weiter, und auch ich hoffte darauf genau so weiter zu machen, nur mit einem Freund zu Hause. Wir haben den Samstag zum Ausgang Abend gemacht, ich mit meinen Freundinnen er mit seinen Freunden. Doch in letzter Zeit fühle ich mich als Spielverderberin, ich möchte um 1 schon nach Hause, habe keine Lust in Clubs zu gehen. Ist es ok meiner Lust zu folgen und zu Hause zu bleiben? P.S. ich habe immer über diese Frauen geschmunzelt die plötzlich einen Freund hatten und nur noch zu Hause rum hingen, so eine wollte ich nicht sein. Jenny, 20

12. November 2015
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Liebe Jenny

Sie dürfen mich gerne jederzeit anhauen, wenn Sie mich sehen. Aber seien Sie bitte so lieb und konfrontieren Sie mich dann nicht mit Arbeit, denn davon habe ich im Büro schon genug und wenn ich draussen unterwegs bin, dann auch, weil ich auf der Flucht vor Arbeit bin.

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Guten Tag Frau Freitag. Meine Tochter wird nächste Woche 18. Meine Frau und ich schenken ihr ein Auto. Was soll ich ihr noch mit auf den Weg geben? Mike, 44

10. November 2015
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Lieber Mike

Wow. Krass. Grossartig. 18! Auto! Wunderbare Sache. Ein eigenes Auto bedeutet für mich vor allem eines: Freiheit! Was will man da noch zusätzlich mitgeben? Eine Vollkasko-Versicherung vielleicht?

Wenn ich mir die heutigen 18-jährigen so anschaue, dann würde ich ihnen am liebsten Folgendes an Herz legen:

Für Mädchen: Probiert NIEMALS Kosmetik im Warenhaus! Von den Test-Lippenstiften holt man sich Herpes, von den Mascaras schlimme Augenleiden. Tester gehören verboten!

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Liebe Frau Freitag. Ich habe mütterlicherseits eine sehr grosse Familie mit sieben Cousinen und elf Cousins. Davon bin ich mit fünfen sehr eng befreundet, den Rest mag ich, sehe sie jedoch nur alle 1-2 Jahre an Familienfesten. Eine meiner älteren Cousinen wohnt in Deutschland mit ihrem Mann und ihren vier Kindern. Ich bin mit ihr auf FB befreundet, schreibe aber nie mit ihr, kommentiere und like eigentlich nichts. Nun hat sie aber angefangen, immer öfter Pegida-Links und Bilder mit eindeutig rassistischem Inhalt zu teilen. Wenn sie nicht zur Familie gehören würde, hätte ich sie schon vor einem Monat gelöscht. Nun meine Frage, was du in meiner Position machen würdest: Einfach entfrienden (denn sie ist ja, abgesehen von der Genetik, wirklich nur eine ferne Bekannte) und mich mit ihr auseinandersetzen, falls sie mich darauf anspricht? Oder ihr zuerst eine Message schreiben? Dass ich sie nicht mehr unter meinen Buddies wissen will, ist klar, aber da ist halt die Familie und ich will auch kein schlechtes Blut zwischen ihrem Vater und meiner Mutter, die Geschwister sind. Familien sind da ja oft etwas schnell im Drama-Modus. Wäre es in deinen Augen trotzdem eine Variante, sie unter meinen «Freunden» zu behalten, damit die familiäre Kirche im Dorf bleibt? Mir widerstrebt das sehr. Herzlich. Yvonne, 33

09. November 2015
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Liebe Yvonne

Ja, man kann sich die Familie nicht aussuchen. Das denke ich auch immer mal wieder und ich denke, ich habe recht damit, wenn ich so denke. Dass es Menschen gibt, die mit ebensolcher Überzeugung ausländerfeindlich denken, ist für mich schwer zu begreifen, aber trotzdem Tatsache.

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Am Sonntag hat sich der enge Kreis unserer Familie zum Brunch getroffen. Wir waren 15 Leute an einem langen Tisch, wir zahlten getrennt. Da ich als einzige das Essen von mir und meinem Freund mit Kreditkarte zahlen wollte, kam die Kellnerin als letztes zu mir. Ich wusste nicht mehr genau was der Brunch (Pauschalpreis) kostet und ob Getränke inbegriffen waren oder nicht. Ich habe die Kellnerin also informiert, dass ich alle noch offenen Punkte von uns zwei bezahle. Zugegeben: Ich dachte beim Bezahlen eine Sekunde lang „Hm, günstiger als ich erwartet habe" - wobei ich aber den genauen Betrag nicht mehr beziffern kann (Alkohol, Ablenkung, Unterhaltung – sie wissen schon). Dann kommt nachts um 12 – also Stunden nach dem Brunch – ein Sms von meinem Onkel: Er habe sich masslos geärgert als er gesehen hat, dass ich zu wenig bezahlt habe und erwarte eine Entschuldigung. Es stellte sich heraus: Die Kellnerin hat mir nicht den Betrag für die noch offenen Posten berechnet, sondern das Bargeld der anderen zusammengerechnet und die Summe vom Endbetrag abgezogen. Da jeder 1-2 Franken Trinkgeld gegeben hatte, ergab sich für mich ein tieferer Restbetrag. Und mein Onkel unterstellt mir nun, dass genau dieser "Diebstahl des Trinkgelds" meine Absicht war.Was meinst du dazu? Ich kann reinen Gewissens sagen, dass ich das im Moment des Bezahlens nicht realisiert habe, sondern mich einfach spontan über die zu tiefe Rechnung gefreut habe, in der Annahme die Kellnerin hätte etwas falsch getippt oder verwechselt. Hätte ich trotzdem etwas sagen müssen, als mir das auffiel? Sollte man das aus moralischen Gründen grundsätzlich tun? Hätte sich mein Onkel denn auch geärgert, wenn ich ZUVIEL bezahlt hätte, weil jemand anderes seinen Drink o.Ä. nicht beglichen hat? Wäre mir nämlich genauso wenig aufgefallen, da ich so gar nicht vorbildlich Rechnungen NIE im Detail überprüfe. Danke für deine direkte ehrliche Meinung. Maria, 25

08. November 2015
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Liebe Maria

Sie wollen meine ehrliche und direkte Meinung? Sind Sie sich da ganz sicher? Denn die wird Ihnen nicht gefallen.

Ich finde Ihr Verhalten nämlich jenseits. Und dabei interessiert mich der Vorgang der Geschichte keine Bohne. Mir ist egal, wie die Sache zustande gekommen ist. Der springende Punkte ist der, dass Sie sehr wohl gemerkt haben, dass bei der Rechnung was nicht stimmt. Und sich noch darüber freuten.

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