Jahr-Archiv: 2014

Liebe Frau Freitag. Ist es unverantwortlich, als komplett überforderte Eltern einer überdurchschnittlich aktiven und willensstarken 13monatigen Tochter ein zweites Kind zu wollen? Martina, 36

09. Dezember 2014
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Liebe Martina

Solange Sie Ihre erstgeborene Tochter nicht aussetzen, sobald das neue Baby da ist, gelten Sie in meinen Augen nicht als verantwortungslos. Und als überfordert schon gar nicht. Dass Kinder einen an sämtliche vorhandenen Ränder und Grenzen bringen, habe ich schon mehrfach betont. Eltern, die dennoch Lust auf mehrere Kinder haben, gehören gelobt und unterstützt und sicherlich nicht entmutigt!

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Liebe Kafi. Was ist wichtiger, Geld oder Lebenserfahrung? Ich meine, ich weiss schon... Lebenserfahrung. Lass es mich anders formulieren: wie weit darf ich die Waage aus dem Gleichgewicht bringen, wenn es um Arbeitserfahrungen geht? Zurzeit arbeite ich einigermassen gelangweilt in einem Büro und werde dafür durchnittlich bezahlt, so dass ich mir einiges an Luxus leisten kann. Und diesen Luxus (wir sprechen von grosser Wohnung mit Garten und Verzehr von Biorüäbli und Konzertbesuche) möchte ich nicht aufgeben. Kann ich nicht aufgeben. Gerade habe ich ein sehr sympathisches Angebot erhalten für einen Ausbildungsplatz als Sozialpädagogin. Dies bedeutet für mich aber 4 harte, deutlich unterbezahlte Jahre. Die Waage würde dann also von "Geld" zu "Erfahrung" fallen. So, dass ich danach ohne Erspartes dastehen werde. Ganze 30 Jahre alt und kein Geld. Das finde ich brutal unsexy. Aber immer noch viel sexier als in einem Job zu verrosten, der mir nicht gefällt. Sag mir also, liebe Kafi, wie würdest du mit meiner Situation umgehen? Und: gibt es einen überbezahlten Nebenjob, den du mir anbieten kannst? ;) Manuela, 26

03. Dezember 2014
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Liebe Manuela

Ihre Frage erstaunt mich auf mehreren Ebenen. Sie sind 26 Jahre alt und können Biorüebli & Co. nicht aufgeben, weil das unsexy wäre. Und gleichzeitig schreiben Sie kein einziges Wort darüber, was Ihnen an der Ausbildung zur Sozialpädagogin Freude machen würde. Steht diese Frage nur zur Diskussion, weil man Ihnen das angeboten hat, oder fliesst irgendwo Herzblut für diese Sache?

Wenn ich auf Wikipedia den Begriff Sozialpädagogik eingebe, erhalte ich folgenden Text:

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Täusche ich mich, oder sind Menschen mit viel Geld um einiges geiziger als solche, die in "normalen" Verhältnissen Leben? Ich beobachte das in meinem persönlichen Umfeld und frage mich, ob man von meinen Erfahrungen auf die Gesellschaft schliessen kann. Sebastian, 31

21. November 2014
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Lieber Sebastian

Danke für Ihre interessante Frage, die ich leider mit «Ich befürchte, dass Sie recht haben» beantworten muss. Nicht umsonst sagt man, dass man von den Reichen das Sparen lernt ...

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