Monatsarchive: Juli 2013

Hallo Kafi. wie war deine Begleitung im Urlaub ? Gemeint ist nicht diejenige auf zwei Beinen und mit Ehering, sondern die im Beutel mit 7 Tüchern und der flauschigen Seite für die Hautreinigung und -pflege. Wie hiess das Produkt schon wieder..... genau Filabé :-) Bin gespannt auf dein Feedback und ob du deinen neuen Reisepartner in den Alltag integriert hast. Liebe Grüsse. Beat, 44

31. Juli 2013
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Lieber Beat

Lustig, Deine erste Frage hat mich ja grad bitzli stutzig gemacht. Habe schon kurz gedacht, Du wolltest Dich für künftige Reisen als Begleiter anpreisen. Was ja durchaus ein reizvolles Angebot gewesen wäre, bist Du doch ein äusserst charmanter Zeitgenosse.

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Liebe Kafi, ich bin immer extrem entzückt über Ihren Blog und ihre so erquickenden Antworten. Sie machen das einfach grossartig! Nun hab ich auch eine Frage, bei der ich in Nöten bin und ich auf Ihren Rat hoffe. Wir wohnen in einem wunderbaren alten Haus mit 3 Stöcken. Der Umschwung ist in 3 Parteien aufgeteilt. Wir haben den Gartenteil hinter dem Haus, welcher direkt bei den Küchenfenstern ist. Nun wohnt Parterre eine ältere Dame, welche im Sommer die Küchenoblichtfenster und wenns hart kommt, sogar die ganzen Fenster geöffnet hat. Die Dame ist schon im reiferen Alter und leider nimmt da ja bekanntlich auch die Sensibilität mit dem Riechen ab. Es ist einfach so, dass wenn die Gute das Fenster offen hat, ich einfach nicht in unserem Garten auf dem Liegestuhl entspannen kann, da ich mich olfaktorisch sehr belästigt fühle, ich würd sogar sagen, es wird mir etwas schlecht. Ich bring es nicht übers Herz ihr zu sagen, dass ich mir wünschen würde, dass Sie Ihr Küchenfesnter schliessen muss, weil es aus Ihrer Küche so stinkt. Also, natürlich nur wenn wir im Garten weilen. Wir würdest Du das anstellen? Ich will meinen Garten geniessen (was die Dame ja auch tut) und nicht flüchten müssen oder in der Wohnung bleiben. Olfaktorisch erquickende Grüsse. Zora, 39

30. Juli 2013
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Liebe Zora

Für Ihr "erquickend" unterbreche ich gerne mal kurz meine heimliche Sommerpause. Und weil Ihre Frage ja irgendwie ans schöne Wetter gebunden ist und wir ja nie wissen, wie lange sich dieses noch hält.

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Liebe Frau Freitag. Es ist so subtil, dass es wohl noch lange unentdeckt bleiben könnte. Das „Jaja“ als Grundelement jeder Unterhaltung. Doch wem es einmal aufgefallen ist, den lässt es nicht mehr los. „Jaja“ hier. „Jaja“ dort. Meine Beobachtung führe ich nicht nur auf Gespräche zurück, an denen ich selber beteiligt war. Als Hobby-Linguistin habe ich zunächst versucht, „Jaja“ einer bestimmten sozialen Schicht oder Altersgruppe zuzuordnen. Vergeblich. Als Hobby-Psychologin bemühte ich als Erklärung dann die Sender-Empfänger Thematik. Ebenfalls vergeblich. „Jaja“ ist, so vermute ich heute, weder Soziolekt noch Zeichen für konkretes Desinteresse. Als Ehefrau eines Eidgenossen und demnach auch Betroffene beruhigt mich das doch ungemein. Als Flüchtling aus dem grossen Kanton, in dem „Jaja“ zwar existiert, aber eine deutlichere Aussage macht als hier, wo ein „Jaja“ je nach Intonation als Antwort oder sogar Frage in allen Lebenslagen dient, bleibt mir als letzte einfach gemachte Erklärung nur nationale Identität und das politische System. Meine Antwort fällt, das gebe ich gerne zu, gehörig plakativ aus. Darum frage ich Sie direkt: Was glauben Sie, warum deutschsprachige Schweizer/innen verhältnismässig häufig „Jaja“ sagen? Oder ist es Ihnen vielleicht bislang auch nicht aufgefallen? Sonja, 29

16. Juli 2013
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Liebe Sonja

Doch. Es ist mir schon oft aufgefallen. Und das nicht nur, weil ich ebenfalls einer halbdeutschen Flüchtlingsfamilie entstamme, sondern weil es einfach kaum zu überhören ist.

Sie haben bereits in sehr viele Richtungen recherchiert, aber meistens liegt die Wahrheit bekanntlich ja viel näher. Der Vater meines Patenkindes hat mich vor Jahren einmal aufgeklärt und seither bin ich allzeit bemüht, dieses Wissen ebenfalls weiterzugeben. An andere Menschen meiner Generation, aber auch an die vielen kommenden.

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