Monatsarchive: Juni 2013

Liebe Kafi. Ich bin eine glückliche 29 Jährige Frau. Habe weder Mann noch Kind und bin nicht der Meinung,dass ich deswegen am Abgrund stehe und ganz kurz vor dem Fall bin :-) Nun irgendwie vermittelt mir mein Umfeld (hauptsächlich Familie) zunehmend,dass ich das eigentlich doch nicht bin bzw.sein sollte und vermittelt,dass es schon mal toll wäre,wenn ich mal "den Richtigen" finden würde-nur schon dieser Ausdruck ist mir persönlich sehr fremd. Muss ich also irgendwie doch Angst vor der Zukunft haben und dringend suchen? Mir ist nämlich so gar nicht danach... An Angeboten mangelts nicht bei mir und ich mag Männer wirklich (zumindest einige davon) aber noch keiner konnte mich/seit ich nicht mehr 25 bin so richtig umhauen... haben Sie mir einen Rat wie ich am besten mit der Abgrund Theorie umgehe und mich nicht zu sehr davon stressen lasse? Im Voraus allerliebsten Dank für Deine Zeilen. Mit liebem Gruss. Anna, 29

24. Juni 2013
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Liebe Anna

Was sind Sie doch egoistisch. Haben Sie wirklich das Gefühl dass es hier nur um Sie geht? Ich finde es rücksichtslos und anmassend, wie Sie sich Ihrer Familie gegenüber verhalten.

Natürlich stehen Sie am Abgrund. Auch wenn Sie das verständlicherweise nicht zugeben wollen und sich und andere damit eine heile Welt vorgaukeln, die es in Tat und Wahrheit gar nicht gibt. Sie sind 29 Jahre alt und haben weder Mann noch Kind und wollen uns wirklich weismachen, dass Sie nicht kurz vor dem Fall stehen? Ja halten Sie uns denn alle für doof?

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Liebe Kafi Freitag. ich führe seit einigen Jahren eine nahe, ernsthafte, erfüllende Beziehung und meine, damit eine gewisse Schwelle hinter mir gelassen zu haben. Ungesucht hat sich nun aber über beinahe ein Jahr eine zweite Person in die Seele geschlichen: in kleinen Begegnungen und stillen Momenten (die aber nie über freundschaftliche Begegnungen hinausgegangen sind). Das Gefühl, das sich zum Ausdruck bringt, ist Liebe - und ich weiss, dass es gegenseitig ist. Um es deutlich zu sagen: ich trage das selbe Gefühl (wenn auch in etwas unterschiedlicher Schattierung) gleichzeitig für zwei Menschen in mir, was an sich ja etwas Wundervolles ist. Trotzdem aber: mit jeder weiteren Begegnung entfernt sich die Nicht-Beziehung etwas weiter vom Rest des Lebens, schafft eigene Zwischenräume und stillschweigende Abkommen und zehrt somit merklich an der Seele. Gleichzeitig treibt ist die gelebte Beziehung weiter Blüten, ist erfüllend und an einem Punkt, der kaum Zweifel aufkommen lässt (bzw. wohl kaum mehr Reibung erzeugt, als jede andere Beziehung auch würde). Somit verkommt die Situation zu einer regelrechten Telenovela. Nur sitz ich mitten drin... Bleibt mir nichts anderes übrig, als den Fernseher zum Fenster rauszuschmeissen? Mark, 34

21. Juni 2013
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Lieber Mark

Ja, genau das sollten Sie tun. Und dann hinterherspringen und schauen, wer Sie in der Zeit der Reha aufopfernder umsorgt.

Schauen Sie doch selber, wie Sie da wieder rauskommen. Sie haben sich schliesslich über beinahe ein Jahr offenen Auges da reinbegeben.

Mit gutem Gruss. Ihre Kafi.

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