Monatsarchive: Februar 2013

Liebe Kafi. Wieder einmal bin ich sehr berührt über Ihre Antwort. Die mich gerade sehr betrifft, ich befinde mich nämlich noch in der Steigerung von Daniels Situation. Vielleicht lässt sich so eine komplexe Angelegenheit auch gar nicht beantworten. Trotzdem hier kurz meine Geschichte: Ich bin geschieden, Mutter von 3 Kindern von 2 verschiedenen Männern. Bei der ersten Scheidung war ich in einer ähnlichen Situation wie Daniel, wnn auch mit " nur" einem Kind. Die neue Beziehung brachte ein paar sehr glückliche Jahre, trotz Patchwork und zwei weiteren Kindern. Trotzdem standen wir nach 2 Paartherapien und intensiven Bemühungen beiderseits nach 7 Jahren vor dem Aus, was ich schlimm fand und finde... Das war vor 3 Jahren. Im vergangenen Sommer fand nun wieder eine Annäherung statt, was mich sehr freute- die aber mit grösseren Schwierigkeiten verbunden war. Nach anfänglichen Glücksgefühlen konnte ich mich einfach nicht mehr richtig einlassen, empfand zwar Liebe, aber eher geschwisterliche Liebe und konnte mich auf grössere Nähe, auch körperliche, kaum einlassen. Dazu kam, dass sich mein ältester mit Vehemenz gegen eine neue Verbindung wehrte und die beiden Jüngeren über die erneute Veränderung der Situation ebenfalls verunsichert waren und Kopf standen. Mich brachte das Ganze ziemlich an den Rand einer Erschöpfung. Nun trat ein " rettender Ritter" auf den Plan in Form eines langjährigen entfernten Freundes, der sich rasant näherte und mich inkl Kinderschar zu "retten" gedachte...in den ich mich verliebte, jedoch schrillen die Alarmglocken immer wieder. Jetzt sollte ich mich entscheiden und würde mich am liebsten von beiden trennen, vielleicht um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen, oder um erstmal meinen inneren Kram aufzuräumen. Doch die vergangene ( harte) Zeit allein mit den Kindern macht mir ehrlich gesagt Angst. Was ja aber auch keine Grundlage sein kann für oder gegen eine Beziehung. Angst ist ja ein schlechter Ratgeber.. Und was ich insbesondere nicht mehr will, ist mir selber auf Kosten von irgendjemand anderem davonzulaufen. Und da sind ja auch die Kinder.. Die Fäden laufen im Moment kreuz und quer in meinem Nähkorb.. Wenn Sie ev einen roten darin erblicken und mir zeigen können, bin ich Ihnen sehr dankbar! Alles liebe. Steffi, 39

27. Februar 2013
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Liebe Steffi

Danke für Ihre Frage, die Ferienhalber etwas auf Beantwortung warten musste. Gut möglich, dass Sie inzwischen einen roten Faden finden konnten, manchmal ist es schon hilfreich, wenn man den Faktor Zeit etwas für sich arbeiten lässt.

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Hallo Frau Freitag, ich bin 23 Jahre alt und dachte eigentlich bisher, dass ich mittlerweile wüsste was ich will und wer oder was mich interessiert... Ich hatte bisher "nur" Beziehungen mit Männern und habe mich bisher auch eigentlich nur für Männer interessiert... Okay, es ist nicht so als hätte ich nicht schon mit der ein oder anderen Frau geknutscht, was mir auch wirklich gefallen hat, aber wer hat das heutzutage nicht zumindest mal ausprobiert? Nun ja, wie dem auch sei, ich habe vor einigen Wochen eine Frau kennengelernt (die definitiv nur auf Frauen steht), von der ich urplötzlich vom ersten Augenblick begeistert war... So eine positive und herzliche Ausstrahlung habe ich bisher noch nie erlebt... Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich seit einiger Zeit sehr unglücklich mit meiner momentanen Lebenssituation bin... Und als ich diese umwerfende Frau kennengelernt habe, war auf einmal alles was mich vorher so sehr beschäftigt, traurig und wütend gemacht hat, nur noch halb so schlimm... Denn ein Lächeln von ihr und das Glänzen in ihren Augen hat für einen Moment die Welt still stehen und alles einfach nur schön sein lassen... Ich weiß, dass klingt jetzt unheimlich kitschig und wie aus einem schlechten Film, aber es war halt so... Nun ja.. und dazu kamen auch erst diese typischen Anzeichen vom "verknallt" sein... Keinen Hunger, Dauergrinsen im Gesicht und eine innere Kraft die unendlich zu sein scheint... Das hat mir sehr geholfen um meine eigentlichen "Probleme" besser durchstehen zu können... Allerdings habe ich so für eine Frau noch nie empfunden, ich mein, klar finde ich viele Frauen sehr attraktiv und wie bereits erwähnt habe ich auch keine Probleme einer Frau einmal näher zu kommen, nur wie gesagt, über ein belangloses, aber schönes knutschen mit Frauen sind meine Erfahrungen nie hinausgegangen und das Bedürfnis danach hatte ich bisher auch noch nicht... Aber das könnte ich mir an sich schon vorstellen, wenn es sich denn ergeben sollte... Nur die Tatsache, wenn man einmal weiter denkt, eine Beziehung mit einer Frau? Für mich nur sehr schwer vorstellbar, vielleicht liegt es daran, dass ich bisher nur Beziehungen mit Männern kenne, und ich die Vorstellung von einer starken Schulter an der man sich anlehnen kann auch sehr schön finde... Vor ein paar Tagen habe ich besagte Frau wieder einmal getroffen... Wir verstehen uns super, albern herum, können aber auch über ernste Themen sprechen. Und das obwohl wir uns erst sein einigen Wochen kennen... Auch etwas, was ich so noch nicht erlebt habe, da ich eigentlich eher der Typ Mensch bin, der lange braucht um sich anderen zu öffnen... Nun ja, wie dem auch sei, als wir uns vor ein paar Tagen getroffen haben, habe ich zwar immer noch diese äußerst tolle Frau in ihr gesehen, aber so diese erste "Verknalltheit" (wenn es die denn überhaupt gab) war irgendwie nicht mehr so präsent... Nun ja... jedoch bin ich immer noch ein bisschen verwirrt.... Wie schätzen Sie die Situation ein? War ich einfach nur verzaubert von ihr und dieser "Mit einem Lächeln ist jedes Problem nur halb so schlimm -Einstellung"? Oder habe ich mich wirklich zum ersten Mal in eine Frau verknallt, wenn ja, warum ist dann das Gefühl jetzt deutlich geringer, wenn wir uns sehen? Was würden Sie jetzt an meiner Stelle machen? Viele Grüße & vorab vielen Dank für Ihre Antwort! :) Jessica, 23

15. Februar 2013
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Liebe Jessica

Meine Güte... Und ich dachte immer, ICH sei kopflastig...

Wie wäre es, wenn Sie sich diese 70000 Millionen Trillionen Billionen Zillionen Quadrillionen Terzillionen von Gedanken wieder machen würden, wenn Sie einer Frau begegnen, bei der die Verknalltheit auch beim 2. Treffen noch da ist?

Und tun Sie mir bitte den Gefallen und hören damit auf, sich einzureden, dass Sie mit 23 Jahren wissen, was Sie wollen. Sie können froh sein, wenn Sie es mit 63 wissen. Aber auch darauf würde ich mich nicht verlassen.

Mit herzlichem Gruss, Ihre Kafi.

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Liebe Kafi. In der Blüte meiner Jugend habe ich die Diagnose von Multiple Sklerose bekommen. Dies hat mir damals logischerweise ziemlich den Boden unter den Füssen weggezogen. Heute, 10 Jahre später, geht es mir gesundheitlich so gut wie jedem anderen auch. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich bis jetzt so gut wie verschont worden bin. Damals bin ich auch von der Stadt in die Bergen gezogen und bin hier eigentlich als ziemliche Powerfrau bekannt. Ich arbeite Teilzeit, bin Mutter, unterrichte 3 Mal die Woche Yoga und habe ein kleines Mini-Business am laufen. Ohne bewusst eine Entscheidung getroffen zu haben, habe ich rückblickend ein ziemliches Geheimnis aus dieser MS Sache gemacht. Zum einen hatte ich ganz einfach nicht das Bedürfnis mit Fritz und Franz darüber zu sprechen, gleichzeitig wollte ich nicht in dieses kranke Bild gerückt werden. Wie schon gesagt - ich wohne wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Nun ist mir wie aus dem Nichts der Gedanke gekommen, dass dies ja evt. auch sehr doof ist, diese Geheimnistuerei. Vielleicht gibt es irgendjemand, dem meine Geschichte auch Mut machen könnte? Das Wissen, dass es auch ganz gut weitergehen kann... Es wäre eigentlich viel bequemer den Weg weiterzugehen wie bis anhin. Aber vielleicht auch egoistisch? Warum muss man nur von den Leuten erfahren, denen es eben nicht gut geht? Mich würde deine Meinung interessieren. Herzlich. Stefanie, 34

14. Februar 2013
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Liebe Stefanie

Über Ihre Frage habe ich ein paar Tage nachdenken müssen, weil sie tatsächlich nicht ganz einfach ist. Weil aber tagelanges Nachdenken auch nicht viel mehr bringt, als stundenweises Nachdenken, habe ich ab und an etwas E! geschaut.

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