Monatsarchive: Juni 2012

Liebe Frau Freitag. Heute habe ich 2 Fragen ( die erste kann auch unter uns bleiben): wieviele Male darf man Sie was fragen? Ich finde zwar, Sie haben nicht immer recht, müssen Sie auch gar nicht, geben sich aber immer Mühe, unterhaltsam zu sein, was Sie unbedingt müssen und es eigentlich auch immer sind. So kriegen die privaten popligen Alltagssorgen durch Sie einen öffentlichen Auftritt, werden sozusagen zum Star des Tages, um dann zu verglühen und zu Asche zu werden. Deshalb meine zweite, bzw. vierte Frage: Wie verhält man sich seinen Kindern und auch anderen Menschen gegenüber erwachsen? Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich kindisch benehme, so zum Beispiel letzte Woche im Migros, als mich meine Tochter vor versammelter Mittagsgemeinde ins Schienbein getreten hat, was bei mir im Affekt den Gegentritt ausgelöst hat. Das ist schon schlimm genug, obwohl ich ihr mit Sicherheit keine Schmerzen bereitet habe, denn zum Affekt gesellt sich auch immer ein Abbremsmechanismus. Natürlich hat meine Tochter die unrechte Situation sogleich erkannt und ihrerseits Zeter Mordio geschrien. Im Migros ist es ganz still geworden und alle Leute glotzten angeekelt die Mutter an, die das Kind geschlagen hat. Worauf ich in meiner Bedrängnis nichts besseres gewusst habe, als auf meine Tochter zu zeigen und mit weinerlicher Stimme zu sagen: "Sie het im Fall aagfange!" Danach bin ich leider nicht zu Asche geworden. Was wäre in solch einer Situation erwachsenes Verhalten gewesen? Virginia, 44

25. Juni 2012
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Liebe Virginia

Sie dürfen mich soviel fragen, wie Sie wollen. Im Moment bekomme ich recht viele Fragen zugeschickt und würde es noch nicht einmal merken, da mein Namensgedächnis einem Emmenthaler Käse gleicht. Beim Rest der Frage muss ich Ihnen allerdings vehement widersprechen.

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